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Sprachreisen Blog - Erfahrungsbericht

Sprachschule Salerno
Accademia Italiana

von Martha S., 2010

SalernoEs muss nicht immer Rom oder Florenz sein. Für meinen dritten Italienischkurs hatte ich die Accademia Italiana in Salerno ausgewählt. Von den Bewertungen ehemaliger Studenten wusste ich, dass es sich um eine sehr gute Schule handelt, die auch gerne von Italienischlehrern in Deutschland empfohlen wird.

Was mich (57 Jahre und bereits recht fortgeschritten in der italienischen Sprache) und meinen Mann (60 Jahre und fortgeschrittener Anfänger) zusätzlich reizte, war die Lage der Stadt am unteren Ende der Amalfiküste direkt am Meer.

Unsere Erwartungen wurden voll erfüllt. Die Sprachschule ist im schönsten Palazzo am Lungomare, d.h. an der Uferpromenade, untergebracht. Alle Klassenzimmer sind lichtdurchflutet und mit Klimaanlage ausgestattet. Der wahre Schatz der Schule sind aber die überaus engagierten Lehrerinnen, die auch nach dem Unterricht noch für ihre Studenten da sind.

Gerne hätte ich Fabiolas Bitten, ihr doch jeden Tag einen Aufsatz zum Korrigieren zu geben erfüllt, aber manchmal fehlte mir einfach die Zeit dazu. Damit es keinem langweilig wird und auch damit man das Alltagsleben in Italien besser meistern kann, bietet die Accademia jeden Tag ein Zusatzprogramm an, wie z.B. Seminare über die italienische Küche, praktische Hinweise für den Kauf einer Fahrkarte, ein Essen in einem Lokal zu einem echten Sonderpreis, Stadtführungen, etc.

Tiziana an der Rezeption ist für alle praktischen Fragen zuständig und kümmert sich vor allem um die Unterkünfte, die die Schule vermittelt. Es gibt sogar einen eigenen Hausarzt für den Fall der Fälle. Wir waren vom Dottore begeistert, schade, dass er nicht nach Deutschland übersiedeln wollte.

Die Studenten sind sehr international, wobei Schweizer, Deutsche, Franzosen, Skandinavier und auch Japaner den größten Anteil haben. Mitte September lag das Durchschnittsalter eher um die dreißig, da neben den jüngeren Studenten eine größere Gruppe von Teilnehmern um die 50 Jahre die Schule besuchte.

Salerno verbindet das Flair der Jahrhundertwende am palmengesäumten Lungomare mit dem leicht morbiden Charme einer süditalienischen Stadt. Entgegen den Vorstellungen, mit denen man eventuell dorthin kommt, ist die Stadt sehr sauber und auch sicher. Besonders beeindruckt waren wir von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ihrer Bewohner.

Da wir in einer Gastfamilie mit Halbpension untergebracht waren, hatten wir auch etwas Einblick in das italienische Alltagsleben. Unsere Gastgeberin Ada ist begeisterte Köchin und wir haben selten so gut gegessen wie in diesen zwei Wochen.

Auch wenn Salerno sich nicht gerade durch seine Badestrände auszeichnet – diese sind klein und das Meer ist durch den Hafen in unmittelbarer Nähe auch nicht sehr sauber – ist es doch eine sehr gute Basis für einen Urlaub.

Am Wochenende bieten sich Ausflüge mit dem Boot nach Capri an oder auch eine wunderschöne Wanderung auf dem Sentiero degli Dei hoch über der Amalfiküste. Neapel ist im Stundentakt in nur 40 Minuten erreichbar und für Kulturinteressierte sind Paestum und Pompei schnell erreichbar.

Ein Erlebnis der besonderen Art ist die Busfahrt entlang der Amalfiküste, die Fahrer sind wahre Künstler am Steuer. Erholen kann man sich dann wieder auf den wunderschönen Terrassen der Villen und Gärten in Ravello oder auch den Stränden vor kleineren Orte am der Amalfiküste.

Wer also eine schöne Schule mit hervorragenden Lehrern sucht, und gleichzeitig das Leben in einer authentischen italienischen Stadt kennenlernen möchte, ist bei Accademia Italiana in Salerno am richtigen Ort – ganz zu schweigen vom Sommer, der hier bis in den November dauert.